Mediation heißt Vermittlung
Vermittlung in Streitfällen, gehört, wie das lateinische Wort „mediere“ verrät,
schon lange zu unserer Kultur. Mit dem Mediationsverfahren hat Konfliktver-
mittlung zu einer unserer Zeit angemessenen und mittlerweile vielfach erprobten
Form gefunden. Heute wie damals geht es darum, zwischen scheinbar schwer
zu vereinbarenden Standpunkten, Wünschen und Forderungen eine Lösung zu
finden.
Mediation ist ein gerechtes Verfahren
Ziel der Mediation sind Ergebnisse, denen alle am Konflikt Beteiligten zu-
stimmen können. Hier unterscheidet sich Mediation von Kompromiss- oder
Gerichtsverfahren. Allen Konfliktbeteiligten wird ermöglicht, die eigene Sicht-
weise auf die Dinge darzustellen. Die Unterschiedlichkeit der Interessen und
Bedürfnisse wird als Voraussetzung für ein befriedigendes Ergebnis gewürdigt.
Gerecht soll sowohl die Lösung als auch der Weg dahin sein.
Mediation schafft Klarheit
Mediation ermöglicht ein klar strukturiertes und zeitlich überschaubares Vor-
gehen. Die bestehende Auseinandersetzung wird so weit geklärt, wie einer
gelingenden Lösung dienlich ist. Das Verfahren hat einen klaren und verständ-
lichen Ablauf: Zunächst erfolgt ein Erstgespräch, in dem das Anliegen und der
Arbeitsrahmen geklärt werden. Die folgenden Treffen dienen dazu, im Gespräch
die Grundlage für eine Einigung zu schaffen. Abschließend einigen sich die Kon-
fliktparteien auf ein gemeinsames Ergebnis, das schriftlich niedergelegt wird.
Mediation richtet sich darauf, wie es besser werden kann
Jeder Konflikt hat eine Vorgeschichte. Dem Bedürfnis, auszusprechen, was sich
bisher ereignet hat, wird Raum gegeben. In der Mediation geht es vor allem darum,
was in Zukunft anders werden soll. Die Interessen, Bedürfnisse und Wünsche der
Beteiligten finden nun besondere Beachtung.
Der Mediator wirkt als allparteilicher Vermittler
Meine Aufgaben sind, die Mediation zu organisieren und zu moderieren. Ich sorge
für die Einhaltung wichtiger Anliegen wie Vertraulichkeit und Verzicht auf Kon-
frontation. In schwierigen Situationen unterstütze ich dabei, weiterführende
Möglichkeiten zu finden. Ich achte darauf, dass sich die Beteiligten mit ihrer Sicht-
weise, ihren Interessen und Konflikterfahrungen einbringen können.
Mediation bedarf verbindlicher Zusammenarbeit
Zu dieser verbindlichen Zusammenarbeit gehört:
• Fairer Umgang miteinander
Damit Konflikte gewinnbringend bearbeitet werden können, bedarf
es der Bereitschaft zur Abkehr von Konfrontation und gegenseitiger
Verletzung.
• Bereitschaft zur Mitarbeit
Das bedeutet, sich mit den eigenen Anliegen, der eigenen Sichtweise
und mit Interesse an einer gelingenden Lösung einzubringen.
Ebenso wichtig ist die Bereitschaft, sich mit den Anliegen, Interessen
und Bedürfnissen der anderen Beteiligten auseinanderzusetzen.
• Offenheit
Offenheit bedeutet die Bereitschaft, in den für die Mediation
bedeutsamen Fragen Auskunft zu geben.
• Vertraulichkeit
Der Mediator unterliegt der Schweigepflicht. Die Konfliktparteien
sind zur Vertraulichkeit aufgefordert.
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