Die Zukunftswerkstatt als Tür zur Veränderung

„Hier muss etwas anders werden!“ Diesen Eindruck kennen
viele von uns. Doch wie anfangen? Zum Beispiel mit einer
Zukunftswerkstatt. In klaren und verständlichen Schritten
führt sie aus der Unzufriedenheit heraus. Und besonders
wichtig: Allen Beteiligten wird Raum gegeben, sich mit ihrer
Sichtweise und ihren Anliegen einzubringen. Mit der Zukunfts-
werkstatt gelingt es, Kritikfähigkeit, Phantasie und kreativem
Handeln eine Richtung zu geben. Wo es lang geht, bestim-
men die Beteiligten selbst undbleiben so für ihr Vorhaben
verantwortlich.

In einem ersten Schritt, der Kritik- oder Meckerphase
gibt es Raum, einen als unbefriedigend empfundenen
Zustand so richtig zu beklagen. Es ist wichtig, dass dies
in konstruktiver Weise geschieht. Das moderierte Ver-
fahren sorgt dafür, dass die unbefriedigende Situation
wahrgenommen und zum Ausgangspunkt wirklicher
Veränderung werden kann. Nun ist klar, was anders
werden muss.

In einem zweiten Schritt, der Phantasiephase, regt die Zu-
kunftswerkstatt dazu an, eine lebendige und farbenfrohe

Vision zu entwickeln, an der sich zu orientieren Freude macht.
Im Leben so häufig zu hörende Killerphrasen, wie „Das geht
doch nie!“ oder „Das macht doch sowieso keiner?“ sind uner-
wünscht. Ohne die kraftvolle Energie, die entsteht, wenn
Menschen sich das Bessere vorstellen, geht es nicht.

Im dritten Schritt werden praktikable Vorhaben entwickelt.
Hier sind Realitätssinn sowie die praktische Vernunft und
Kompetenz der Beteiligten gefragt. Denn damit Veränderung
nicht zum puren Aktionismus gerät oder erstirbt, müssen wir
uns klare und machbare Ziele stecken, sowie Wege abstecken,
um diese zu erreichen. Jedes Vorhaben muss einen Ideen-TÜV
passieren, wo es auf Herz und Nieren geprüft wird.

Ich empfehle die Zukunftswerkstatt allen, die einen Anfang für
gemeinsame Veränderung suchen und die Regie für ihre eigenen
Angelegenheiten behalten wollen.